Am 25. Mai 2026 trafen sich die Naturfreunde zur Wanderung auf den Kleinobir. Mit 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die Gruppe erfreulich groß, darunter auch drei Gäste aus anderen Ortsgruppen.
Gestartet wurde von der Stauseeseite aus. Die Wetterbedingungen hätten kaum besser sein können: Sonnenschein und angenehme Temperaturen begleiteten uns den ganzen Tag. Da der Wanderweg größtenteils durch schattigen Wald führt, waren die warmen Temperaturen selbst bei dieser anspruchsvolleren Tour gut zu bewältigen.
Der Kleinobir fordert seinen Besuchern einiges ab. Auf einer Wegstrecke von rund fünf Kilometern bis zum Gipfel sind etwa 1.200 Höhenmeter zu überwinden. Diese Zahlen lassen bereits erkennen, dass es sich um einen recht steilen Anstieg handelt. Zusätzlich war der Weg stellenweise noch rutschig, da sich vielerorts noch Laub vom vergangenen Herbst auf dem Boden befand. Insgesamt präsentierte sich der Wald jedoch bereits recht trocken, und auch in höheren Lagen waren nur noch wenige Schneefelder zu finden.
Unterwegs bot sich immer wieder Gelegenheit, die vielfältige Flora und Fauna der Region zu bewundern. Besonders erfreulich war die Entdeckung mehrerer Exemplare des streng geschützten Gelben Frauenschuhs, einer der schönsten heimischen Orchideenarten.
Der Gipfelbereich des 1.926 Meter hohen Kleinobirs gleicht einem Hochplateau, das teilweise bereits von Latschenkiefern bewachsen ist. Von dort eröffnet sich ein beeindruckender Blick auf den benachbarten Hochobir. Aus dieser Perspektive wirkt dieser noch deutlich höher, als er tatsächlich ist – eine interessante optische Täuschung.
Nach einer ausgiebigen Gipfelrast machten wir uns wieder auf den Rückweg ins Tal. Insgesamt waren wir rund fünf Stunden unterwegs und konnten eine abwechslungsreiche und eindrucksvolle Bergtour in bester Gesellschaft genießen.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den schönen gemeinsamen Wandertag und freuen uns bereits auf die nächste Tour.
Berg frei!